Reisebericht Feb/März 2010 ( Hotel Calimera Golden Beach )

Formularende

Seit Monaten ist es kalt in Deutschland, meine letzte geile Kitesession ist schon fast 4 Monate her und das neue Ozone- und Undergroundmaterial wollte auch endlich mal vernünftig getestet werden.

Letztendlich haben wir mehrere Wochen die bekannten Interneturlaubsseiten angeschaut und zig Bewertungen zu verschiedenen Hotels durchgelesen, da ich mal was neues wollte und meine Freundin gutes Essen in Ägypten wichtig war! Im Endeffekt fiel die Wahl aufgrund des guten Preis- und Leistungsverhältnis auf das Calimera Golden Beach. Das Hotel liegt zwischen Hurghada und El Gouna, hat knapp 400 Zimmer und ist eine Clubhotelkette. Da ich bereits in den Hotels auf Lanzarote, Kreta und Djerba war und bis jetzt nicht enttäuscht wurde, hatte ich wenig bedenken. Am Hotel sind lt. Internet auch eine kleine Kiteschule und ein riesiges Stehrevier, was mir natürlich entgegenkam!

Kurz vorm Urlaub waren die Windvorhersagen mehr als schlecht, also schnell noch Sanja bescheid gesagt und neben den neuen C4´s in 7-9-12 hatte ich somit auch noch den neuen 17 Zephyr als Leichtwindwaffe im Gepäck.  An Boards habe ich natürlich meine absolutes Lieblingsbrett, dass Steeze dabei. Dazu noch das neue Tahee, das als Ersatzboard auch für die ersten Steps meiner Freundin ausreichen sollte.

Der Hinflug mit Condor war kein Problem, die 37 KG Kitepäck wurden schmunzelnd akzeptiert, ansonsten haben wir mit fast 43 KG für normales Gepäck doch fast eine Punktladung gemacht ;)

Sind dann vom Flughafen direkt mit einem Taxi zum Hotel( hatten keine Lust, gut eine Stunde mit dem Bus die verschiedenen Hotels abzufahren). Wir haben ein normales Zimmer im Haupthaus bekommen, welches unserer Meinung etwas renovierungsbedürftig ist. Die Bungalows sind neuer und in einem sehr guten Zustand. Auch die Gartenanlage ist top gepflegt und sehr zu empfehlen. Der Pool sieht mit dem “grünen Fleece“ um den Pool auch nicht so einladend aus( das Ende des Pools am Meer ist allerdings mit Steinen, somit ist nicht der ganze Pool mit Fleece umrundet), durch die vielen kleinen Kinder allerdings nicht ganz ohne Grund dort, denn die Rutschgefahr ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Auch das Essen im Hotel ist auf einem sehr hohen Niveau. Lediglich das Frühstück war nicht so ganz nach unserem Geschmack, da Sandra als auch mir die Auflagen für Brötchen, Brot etc. fehlten bzw. nicht geschmeckt haben. Hier haben wir uns dann aber relativ schnell Abhilfe in Hurghada Downtown mit Nutella und Frischkäse verschafft.

Die Größe des Hotels merkten wir dann auch direkt bei jedem Gang zum Strand. Da ich ungerne das Material in einer Station einlagere, war also täglich schleppen angesagt. Die Materialwahl viel allerdings nicht wirklich schwer, somit mussten wir also nicht viel schleppen, dazu später aber mehr! Der große Pool zieht sich durch das komplette Hotel, dieser wurde dem Nil nachempfunden. Am Strand ist eine Beachbar, zwei sehr gute Volleyballfelder sowie eine Beachfußballplatz. Die kleine Kiteschule heißt “OH-Kiteboarding und Windsurfing“, daneben ist noch das Calimera Aqua Center sowie ein kleiner Gewürzladen.

Am Strand selber sind zig Liegen mit Sonnenschirmen sowie Windschutz. Ein Strandabschnitt zum Starten und Laden ist leider nicht vorhanden, die Kites müssen auf dem Soccerfeld direkt hinter das Liegen gestartet werden. Der Platz dort ist ausreichend und durch den Sideonshorewind  sind im Luv nur die Sonnenschirme und Liegen, die jedoch für keine Verwirbelungen sorgen. Im Lee ist dann die Kitestation sowie dahinter ist dann auch noch ein Tauchcenter( auf den Fotos könnt ihr euch selbst ein Bild machen).

Ein Beachboy kam dann auch direkt auf mich zu und fragte wegen Storage, dieser soll 45 € für zwei Wochen betragen. Habe erklärt, dass ich keinen Storage benötige, da ich nicht die ganze Zeit dort Kiten wollte und mein Material lieber bei mir habe. Falls ich Hilfe auf dem Wasser oder ähnliches benötige, bin ich gerne bereit, dies dann zu bezahlen. Mir wurde dann relativ schnell unmissverständlich klar gemacht, dass ich meine Kites dann nicht auf dem Gelände starten darf und neben dem Hotel, wo kleine Steine sowie Hütten von Einheimischen stehen, meine Kites starten und landen muss. Auch wurde den Beachboys extra in Englisch gesagt, dass man mir unter keinen Umständen helfen soll. Mir unverständlich, da ich ja im dem Hotel meinen Urlaub gebucht habe und nur Starten und Landen wollte auf dem Fußballplatz des Hotels. Ein paar Min. später stand dann auch direkt ein Manager des Hotels vor mir um mir noch mal zur Verstehen zu geben, dass ein Starten und Laden aus Sicherheitsgründen nur auf dem Fußballplatz vorgesehen ist. Nichts anderes wollte ich, nur eben nicht für Storage bezahlen, denn ich nicht brauche! Es wurde dann seitens der Station eingelenkt, dass bei Ihnen die Sicherheit wichtig ist und das sie davon Leben und es ihnen nicht darauf ankommt, ob man jetzt eine “Strandgebühr“ pro Tag bezahlt oder ähnliches, sondern nur, dass nichts passiert. Komisch…hat sich ein paar Min davor noch anders angehört.

Im Endeffekt habe ich meine Kites dann den kompletten Urlaub vom Fußballplatz gestartet, die Beachboys waren nett und haben, falls nötig, die Kites gelandet. Mehr wollte ich doch gar nicht…Ansonsten ist das Team nett, sie können teilweise auch Deutsch und waren sehr erfreut, als man beim beantworten der Emails in Deutsch geholfen hat. Geschult wird auf älterem Material von Monkeykites, Best sowie F-one und Naish.

Das Revier wird durch einen Steg des Hotels geteilt. Die ersten zehn Tage haben wir von der Ebbe und Flut kaum was mitbekommen, dass Wasser war immer mindestens knietief. Der Stehbereich ist riesig und geht bis zu den Nachbarhotels, also bestimmt 1,5-2 km. Die Wasserkante zum Meer ist ca. 400 m vom Strand entfernt. Ein Steg geht direkt vom Hotel bis kurz vor die Wasserkante und trennt somit auch gleich das Stehrevier in zwei Bereiche. Links hat man ca. 150x100 Meter Platz( ggü. Vom Steg geht der Strand noch ein Tick ins Meer rein, dahinter ist natürlich dann wieder normales Stehrevier, wo auch die Fahrrinne ist, falls mal Ebbe ist) und auch einige kleine Steine im Wasser, dahinter befindet sich eine Fahrrinne die etwas kleiner ist als der oben angegeben Bereich. Rechts vom Steg dann massig Platz und größtenteils Sand. Ein paar kleine Steine in Richtung der Fahrrinne sind vorhanden, die allerdings nur bei Niedrigwasser stören. Nach gut 300 Metern kommt dann wieder ein kleiner Steg von der benachbarten Bungalowanlage, dahinter dann wieder massig Stehrevier usw.

Das Stehrevier vor der Bungalowanlage hat mir allerdings am besten gefallen. Dort sind in erst nach ca. 200 m Abstand vom Strand die ersten Steine im Wasser, davor ist alles Sand. Die Bungalowanlage hat auch ein Stück Strand mit Volleyballplatz und kleinem Steingebäude, was seitlich ins Meer ragt. Bei Ebbe wird dies eine Sandbank, die fast bis zum nächsten Hotel geht, bei Flut ist die Sandbank knapp unter der Wasseroberfläche. Dahinter ist dann das perfekte Flachwasser und eine kleine, stehtiefe Lagune, wo ca. 3-4 Kiter Platz haben. Direkt nebenan ist auch das neu eröffnete Center www.Kite-garden.com , das Center ist noch im Aufbau und vom Wasser, als auch von der Straße nicht wirklich als Kiteschule zu erkennen. Es sieht eher aus wie ein privates Haus mit einem sehr schönen, gepflegten Garten. Das Starten und Laden direkt vor dem Center stell ich mir aufgrund von seitlichen Mauern und wenig Platz etwas schwierig vor, wenn man allerdings vom Wasser aus startet und ca. 50 Meter reingeht, hat man ein sehr schönes Revier mit kleiner, vorgelagerter Sandbank und Sideonshorewind. Der Emailkontakt war supernett, vielleicht wird es ja mal ein kleiner Geheimtipp dort. Der Spot vor der Schule bietet auf jeden fall das Potenzial und Kitesafaris werden ebenfalls angeboten.

Obwohl die Windstatistiken für den Frühling in Ägypten nicht so gut sind, wurde ich reichlich mit Wind belohnt. Wir hatten an 12 von 14 Urlaubstagen Wind. Davon zwei Tage Leichtwind( ca. 7-10 Knoten), wo ich mit dem 17 Zephyr fahren konnte. Die restlichen zehn Urlaubstage war ich fast immer mit dem 7 Ozone C4 draußen, an einem Tag konnte ich sogar mal alle größten Testen, da der Wind immer mehr auffrischte! Der Wind war leider zum Leitwesen meiner Freundin, die außer an einem Tag nicht üben konnte…Aber der nächste Urlaub kommt bestimmt.

Mir hat der Urlaub jedenfalls sehr gut gefallen, dass sehr gute Essen für ägyptische Verhältnisse hat den etwas älteren Zustand der Zimmer im Haupthaus vergessen lassen, der Spot beim Hotel ist schön und die Animation bemüht sich sehr. Leider ist das Hotel ein bisschen Abseits, ohne Taxi nach Hurghada(3-5 € pro Fahrt) ist abends leider eher weniger los. In der Nachbarschaft werden weitere Hotels gebaut, aktuell ist jedoch sowohl rechts und links vom Calimera erst mal nichts außer ein paar kleine Hütten und etwas Dreck. Ein Shorty war völlig ausreichend, wenn es sehr windig war abends war ein Pullover vom Vorteil.

 

Disskusion zum Reisebericht sowie weitere Fragen

 

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