Rhodos 2007
Ich habe es selber kaum geglaubt, aber nun habe ich es doch noch geschafft mich an einen kleinen Reisebericht für Rhodos zu setzen. Dieses Jahr ging es für mich nun schon zum 2. Mal für 6Wochen nach Kremasti (Rhodos Nord) um an der Air Riders Kiteschule zu arbeiten. Kremasti liegt zwischen dem Flughafen und dem Ort Trianda/Ialyssos. Die Kiteschule gehört Jürgen Niens der ebenfalls das Windsurf Pro Center auf Rhodos betreibt.
Auf Rhodos angekommen wurde ich vom Transferdienst der Station abgeholt und konnte noch am selben Tag zur Station. Dort gab es die erste Überraschung, denn bei der Kitestation hat sich im Vergleich zum letzten Jahr einiges getan. Es ist ein Sonnendach hinzugekommen, unter dem man nach der Session nun entspannen kann. Zusätzlich wurde die Teppichfläche zum Vorjahr vergrößert und bietet nun mehr Platz zum Auf- und Abbauen der Kites. Die Station ist relativ klein bietet aber genügend Platz für Storages. Neustes Northmaterial steht zusätzlich für Verleih und Schulung bereit.
Die Kitestation liegt an einem etwa 50m breitem Sand- und Steinstrand. Der offiziele Kitebereich liegt in einer etwa 100m langen Schneise zwischen der Kantine in Luv und einem Bunker am Strand in Lee.
Der Spot ist nicht mit einem großen Stehbereich gesegnet. Nach etwa 10-15m wird das Wasser tief. Anfänger gehen deshalb etwa 200m den Strand hinauf. So können sie in Ruhe üben und an der Station wieder sicher landen. Man sollte dabei unbedingt beachten vor dem Bunker an der Station heraus zu kommen. Treibt man zu weit ab, kommt man in einen sehr böigen Windbereich mit vielen Schwimmern. Sollte dennoch etwas schief gehen, kommt der Rescue-Jetski zum Einsatz.
Der Wind bläst normalerweise von Juni-August zu 95% sideshore (von links). Während morgens meist guter Wind für Anfänger und größere Schirme (12-16) ist, nimmt er nachmittags auf 5-6 Windstärken zu. Bei starkem Wind bilden sich Dünungswellen die zum Teil aber sehr kabbelig sein können. Während ich letztes Jahr zum größten Teil 10er geflogen bin, war es dieses Jahr leider der 15er. Obwohl Rhodos im Sommer ein wirklich windsicheres Gebiet ist, haben dieses Jahr die Hitzewellen dagegen gespielt.
(Prasonisi)
Wer den Forecast kennt, kann an einem windarmen Tag auch einen Ausflug nach Prasonisi machen. Der Spot liegt ganz im Süden der Insel – etwa 1,5 Stunden vom Norden entfernt.
Durch seine geografischen Gegebenheiten weht hier der Wind meist stärker. Der Spot bietet sowohl einen Flachwasserspot mit Offshore Wind auf der linken, als auch einen Wellenspot mit Onshore Wind auf der rechten Seite. Wenn es weht, ist meist sehr starker Wind. Leider ist der Spot total überlaufen und selbst im September ist der Flachwasserbereich noch viel zu voll mit Wind- und Kitesurfern. Viele Kiter und Surfer haben die letzten Jahre dort direkt am Spot gezeltet. Was sowieso schon verboten war, soll dieses Jahr zum Teil mehr kontrolliert worden sein.
(Alternativprogram)
Wer ansonsten die Zeit totschlagen muss, kann sich die Altstadt von Lindos oder das Butterfly Valley anschauen. Ebenfalls die Altstadt von Rhodos lädt zum verweilen ein. Wer mehr Action braucht, sollte beim Faliraki Water Park vorbeischaun. Auch Ausflüge zum Strand von Kalitheas lohnen sich. Von diesem schönen Küstenteil gehen die meisten Tauchausflüge ab.
Wer dann noch nicht genug hat, kann nachts die beiden Barstreets unsicher machen. Wer mit den Touristen feiern will, geht in die „Neustadt“, der Rest feiert mit den Griechen in der Altstadt von Rhodos Stadt.